Name: Kirche der Heiligen Maria Magdalena in Breslau
Baustil: Gotische Kirche
Heutige Funktion: Kathedrale der Polnischkatholischen Kirche
Standtort: In der Nähe vom Breslauer Markt Zwischen Szewskastraße i Łaciarskastraße
Informationen
Die erste Kirche auf diesem Platz wurde schon im XI Jh. Erbaut. Zum Rang der Gemeindenkirche durch den Breslauer Bischof Laurentius (Wawrzyniec) erhoben, am 1 Mai 1226 nach der Übergehung des Heiligen Wojciech Kirche den Dominikanern der ersten Gemeindenkirche der Lokationstadt. Nach einigen Angaben anstatt einer alten Kirche hat man eine ganz neue romanische Kirche von vorne gebaut unter den Namen des Heiligen Apostels Andreas und der Heiligen Maria Magdalena.. Sie wurde in1232 fertig gestellt, aber schon bei den Mongolenangriff in 1241 wurde die Kirche zerstört. Die nächste Kirche, wahrscheinlich im gotisch-romanischen Umbruchstil wurde in den Jahren 1242-1248 gebaut. Nach einem Brand am 8 Mai 1342 hat man sich entschieden eine neue, größere, spätgotische Kirche, die schon die vorliegenden alten Elemente beinhaltete, in den Jahren 1342-1362, zu bauen. Außer den Hochetagen der Türme hatte die Kirche eine moderne Gestallt erhalten. Die basilikalische Kirche, besitzte eine Sechs-Joch-Schiff und ein einfaches geschlossenes Presbyterium ohne Umgang. Von der nördlichen Seite grenzt an das Presbyterium eine Zwei-Etagen-Sakristei. Die Schiffen haben eine Kreuz-Rippen-Gestalt des Gewölbes, das Presbyterium eine Sternen-Gestalt und die neben Schiffen bei ihm eine Dreigeteilt-Gestalt des Gewölbes. Die Tragebogen befinden sich hoch, über den Dachen der Nebenschiffen. Die gesamte Gestalt der Kirche ist wahrscheinlich ein Echo der gebauten und damals fertig gestellten Kathedrale. Besonders die breiteren Jochs des von dem Meister Piszka erbauten Presbyteriums erinnern, an den Zentraljoch der Kathedrale. Die Kirche hat die Gesamtlänge von 62,8 m und ihre Breite beträgt 32,10 m, bei der Hauptschiffmauerngröße von 22,9 m und der Nebenschiffsgröße von 9,4 m. In dem XV Jh. Hat man die Türme fertig gestellt in 1459 erwähnt man das erste mal die Hexenbrücke, die die beiden Türme auf der Höhe von der letzten Etage zusammenbindet. Im 1481 wurden die kegelförmige Helme aus Bleiblech fertig gestellt. Schon Am 1 September 1358 hat man die erste Glocke aufgehängt und seit 1386 befeindete sich In dem südlichen Turm die von Michael Wildy abgeschüttete Sünder-Glocke - die größte Glocke Schlesiens, mit dem Umkreis von 6,30 m und der Höhe von1,80 m. Zum schwingen dieser Glocke brauchte man 37 Sekunden und man benutzte sie bei den größten Festen. Im Hauptportal hat man eine Skulptur der Schirmherrin der Kirche hingestellt, die im 1440 gemacht seien worde und im 1447 eine weitere Figur die Jesus und Maria darstellte.
Im XV und XVI Jh. Hat man sämtliche Kapellen gebaut, die die Kirche umkreisten. In 1546 hat man hier einen romanischen Portal aus einer abgereisten Kirsche in Olbin hingebracht und ihn in die Süd-Fassade der Kirche eingemauert. Die Kirche besitzte in 1512 16 Kapellen und 58 Altern.
Am 23 Oktober (nach anderen Angaben am 23 April) 1523 Johannes Heß hat seine erste evangelische Rede in der Kirche gehalten und trotz des Einspruches der Domkapitel wurde er in kurzer Zeit Pfarrer dieser Kirche. Seit diesem Tag, als Eigentum des Stadtrates, war die Kirche eine Protestantenkirche. Nach der Baukatastrophe in der Sankt Elisabeth Kirche, aus Sicherheitsgründen, hat man in 1533 den Helm aus dem südlichen Turm weggebracht und in 1564 wurde das selbe auf en nördlichen Turm gemacht.
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In den Jahren 1564-1581 hat man ganz neue Helme aus Kupfer aufgerichtet in Renaissance Form. In dem nördlichen Turm hat man zwei neue Glocken aufgehängt, die man als Türkische benannte, weil sie in den Zeiten entstanden, in denen man den Angriff des Osmanischen Reiches sehr fürchtete. Die Fassade der Kirche hat man verputzt und der Dach der Nebenschiffen hat man gehoben, bis zur Höhe der Auflagerbogen, weil man dort eine Empore gebaut hatte, die das fallen des Lichtes ins Innere der Kirche weit verhinderte.
In den Jahren1722-1724 hat man in dem Joch zwischen den beiden Türmen, nach dem Projekt von Georg Urbansky, einen neuen Orgelprospekt gebaut. Am 23 März, während des Jubiläums des 90-sten Geburtstags des Keisers Wilhelm I, hat sich der nördlicher Turm von den Feuerwerken entzündet. Ihr Helm und mit ihm auch die Türkischen Glocken sind zerstört worden. Man wollte dem zerstörten Turm gotische Formen anbringen, am Ende jedoch, unter dem Druck der Gesellschaft, hat man in den Jahren 1890-1892 ihr altes Aussehen wiederhergestellt, unter der Regie von Karl Lüdecky. In der selben Zeit hatte man das Innere der Kirche regotizisiert in dem man das Orgelprospekt mit einem neuen ersetzt hatte, und in dem man in 1909 den Putz von der Fassade runter gerissen hatte. In den letzten Tagen des II Weltkrieges hatte die Kirche ihre Helme und ein Teil des Dachs der Hauptschiff verloren., durch einen Brand, aber die Mauer habe sich in einem sehr guten Zustand erhalten. Am 17 Mai 1945 eine Minenexplosion hat den südlichen Turm in Stücke zerrissen. Ihr nördlicher Turmteil ist zusammengestürzt und hat die Brücke, zwischen den zwei Türmen, die Giebelseite und das Hauptportal (der westliche) mit sehr wertwollen Skulpturen vernichtet.
Vernichtet worden auch die Gewölben und die mit historischen Wert Sünder-Glocke.
Bis zum Jahr 1948 haben in der Sakristei evangelische Dachten stattgefunden. Die Kirche wurde vorläufig in 1947 abgesichert, in dem man den südlichen Turm aufgebaut hat (eine gerade Linie ist noch Heute auf dem Turm zusehen) und der vollständige Aufbau erfolgte in den Jahren 1960-1970. Am 27 Mai 1972 wurde die Kirche der Polnischkatholischen Kirche übergeben. Im Inneren hat sich eine Renaissance- Kanzel erhalten von den Jahren 1579-1581. In den 90-er Jahren des XX Jh. hat man das Dach renoviert in dem man auch das Traditionelle Muster (rot-grün) zurückbrachte und die Brücke zwischen den Türmen aufbaute. Heute plant man die Rekonstruktion der zwei Helme in Renaissance Stil.